Getagged: skype

Warum die Medien (und auch Snowden) mehr Schaden anrichten als die NSA

oder: Über die Verwunderung, dass Snowden angeblich „ein Held“ ist und die NSA „böse“ sein soll …

Bevor meine Verwunderung in pure Genervtheit umschlägt, möchte ich zum Themekomplex NSA/Snowden ein paar vereinfachte Denkanregungen geben bzw. meine Verwunderung mit der Weltgemeinschaft teilen…

  1. Wenigstens im eigenen Medium recherchieren und weiterbilden
    Liebe Medienschaffende, Euer Metier bringt eine Menge Produkte mit sich, aber an erster Stelle sollte doch der Inhalt und damit die Recherche (und das Nachdenken?) stehen. So wäre es durchaus hilfreich, wenn Ihr zumindest nicht gegen die selbst publizierten Fakten „berichten“, „kommentieren“ bzw. handeln würdet.
  2. Deutsche sind keine Amerikaner* und die NSA ist ein Auslandsgeheimdienst zum Schutz der USA
    Warum wird in den Medien „den Amerikanern“ vorgeworfen, dass sie auf den „NSA-Skandal“ nicht empört genug reagieren und gleichzeitig wird eine Aufrüstung der deutschen Auslandsgeheimdienste akzeptiert (und gefordert)? Warum findet man es schlimm, dass der NSA in Deutschland spioniert (das ist sein Job!) und freut sich gleichzeitig, dass der BND nun auch in USA spioniert? Seit wann ist „Rache“ ein christlicher Wert? Ist es so schwer, sich in andere Positionen/Länder hineinzuversetzen? Vor allem, wenn allgemein anerkannt wird, dass aus Deutschland bereits Terroristen nach USA kamen; und es immer wieder Terroristen in Deutschland gibt, die der deutsche Geheimdienst offensichtlich nicht entdeckt (hat). Alle „Enthüllungen“ zeigen nur, wie gut der NSA seinen Job macht (und was all die anderen „Dienste“ wohl ebenso anstreben) und dass es damit kein „NSA-Skandal“, sondern ein „Medien-Skandal“ ist.
    Hier noch einmal die letzte Medienberichterstattung plakativ auf den Punkt gebracht:
    „Überwachung ist ein Skandal, aber mehr Geld für mehr Überwachung ausgeben ist gut.“ ???
  3. Es wundern sich eigentlich nur die Medien… (denn die „Enthüllungen“ sind nicht neu, sondern „eh klar“)
    Die Überwachungsmöglichkeiten des Internets liegen bereits im Design des Internets und damit seit Anbeginn offen. Jeder Sicherheitsberater* (ja, auch ich) erzählt seit Jahrzehnten, was alles möglich ist (auch wenn mir nicht immer geglaubt wurde). Allerdings lässt sich das durch nachdenken auch selbst herausfinden. Ein Beispiel: Das Internet heißt „net“ weil es ein „Netz“ ist. Ein „Netz“ hat im Gegensatz zu einer direkten Leitung viele Knoten und viele Verbindungen. Es gibt also keine direkte Leitung zwischen einem Nutzer* in Deutschland und z.B. YouTube, sondern viele Stationen dazwischen, die mitbekommen, was mein Rechner dort abruft. Jede dieser Stationen/Knoten stellt einen fremden(!) Rechner dar, der damit all das mitlesen und speichern und auswerten und … kann, was über ihn läuft. (Wer wissen will, wie viele solche Stationen zwischen ihm und den USA ungefähr sind, kann z.B. hier nachschauen.) Und ja, es lässt sich manipulieren, über welche Knoten dieser Datenverkehr läuft, und ja, es lässt sich sehr leicht feststellen und speichern, welcher Rechner Anfragen an bestimmte Adressen (z.B. YouPorn) stellt (siehe z.B. DNS).
    Als weiteres Beispiel baut die von den meisten genutzte https-Verschlüsselung darauf auf, dass es Stellen gibt, die vertrauenswürdig sind und bekanntermaßen zur Zusammenarbeit mit staatlichen Behörden verpflichtet sind …
    Vielleicht gar kein aktueller „Skandal“ sondern nur ein altes Konzept aus dem vorigen Jahrhundert?
  4. Meistens schadet Angst mehr als Geheimnisse (und die Medien leben von der Angst)
    Snowden hat damit (technisch) keinen großen Erkenntnis-Gewinn gebracht und der große Aufschrei und „Skandal“ erschließt sich wohl einer aufgeklärten Person erst einmal nicht. Allerdings hat er den Medien wieder Nahrung und Angst-Material geliefert und damit dem Freiheitsgefühl mehr geschadet als die NSA. Das Problem ist ja nicht die staatliche Überwachung an sich, von der keiner weiß und die keine Auswirkungen hat, sondern die Angst vor der Überwachung und deren Auswirkungen. Im Kern geht es doch um die philosophische Frage, ob es schlimm ist, wenn ein Mensch, der sich absolut frei fühlt nur in gewissen Grenzen agieren kann. Wenn also jede Person in Deutschland sich überall und immer sagen und schreiben traut, was sie meint und dabei keinerlei Angst vor Überwachung oder Konsequenzen hat, schränkt sie dann eine tatsächliche, aber unbekannte/geheime Überwachung ohne Konsequenzen ein? Ist die Person dann weniger frei? Nehmen wir andersherum an, dass überhaupt keine Überwachung/Speicherung stattfindet, aber die Person Angst davor hat und sich deswegen eben nicht mehr öffentlich (z.B. politisch) zu äußern traut. Ist diese Person dann freier oder unfreier? Und muss nicht der Mensch mit seinem subjektiven erleben der Maßstab sein? Zumindest auf eines werden sich die meisten einigen können: unnötige Angst gilt es zu vermeiden und nicht zu erschaffen. Die unendliche und weitreichende Medienberichterstattung zur Überwachung durch die NSA schafft m.E. aber unnötige Angst und raubt damit Menschen die Freiheit, die sie vorher erlebt haben.
    Gerade der völlig falsche Vergleich mit der Stasi zeigt mangelndes Verständnis und falsche Ängste. Die Stasi operierte und drangsalierte im Inland und sorgte für Angst und damit einhergehender eingeschränkter Meinungsäußerung. Snowden(!) hat in Deutschland diese Stasi-Effekte ausgelöst, die ohne ihn so nicht passiert wären (und die der NSA aus eigenem Interesse vermeiden will). Grundsätzlich ist es natürlich gut, mit „dem Internet“ bewusster umzugehen und sich der Überwachungsgefahr (durch Kriminelle*) bewusst zu sein. Dies allerdings mit einem Fokus auf die NSA zu verbinden schadet zusätzlich, da es von den eigentlichen Problemen / Gefahren (Beispiel: e-bay hack) ablenkt. Vielen ist nicht bewusst, dass sie mit ihrem Smartphone bei nahezu allen Aktionen (außer „echtem“ Telefon und „echter“ SMS)  also z.B. mit WhatsApp, Skype und automatischem „sync“, ihre Daten in das Internet stellen. Dabei fehlt auch das Bewusstsein für die Gefahr die am wenigsten von einem rechtsstaatlichen Geheimdienst ausgeht, sondern von Kriminellen für die schon einfache Daten wie Name, Adresse und Telefonnummer wertvoll sind. So geht von Adressdaten und Kontodaten im Smartphone, bei WhatsApp, Skype, ebay, Amazon, Apple usw. eine weit größere Gefahr aus, als durch eine Überwachung durch die NSA. An erster Stelle sollte daher nicht die Angst vor der NSA stehen, sondern die Beschäftigung mit Datensparsamkeit, mit Sicherheitssoftware wie NoScript, mit der Auswahl alternativer Apps / Programmen / Betriebssystemen sowie mit der gezielten Beschränkung der Rechte dieser Software. M.E. hat Snowden allein mit seiner einseitigen Medienoffensive unserer Demokratie und Freiheit wesentlich mehr Schaden zugefügt als ein Geheimdienst, der eben geheim und verantwortungsvoll mit seinen gesammelten Daten umgeht (allein schon deshalb weil er geheim halten will, dass er diese hat). [27.4.2016: Mittlerweile ist dieser „Chilling Effect“ tatsächlich plausibel nachgewiesen.]
  5. Ich will auch ein Held sein
    Der Hype um Snowden, seine vielfältigen Auszeichnungen und Medienauftritte bergen eine weitere Gefahr (die selbst ernannte „Aufklärer*“ als Erfolg darstellen wollen).
    Die Daten vieler unbescholtener Bürger* in unzähligen Datenbanken laufen Gefahr durch „Insider*“ an die Öffentlichkeit zu gelangen, die ebenfalls diesen Ruhm erleben wollen.
    Menschen die „nur zeigen wollen, wie unsicher die Daten sind“ oder „was alles widerrechtlich gespeichert wird“ liefern damit evtl. die Betroffenen dieser Missstände der Öffentlichkeit aus. Egal ob Dating-Plattform, Sony-Nutzer* oder eBay-Kunde*, den größten Schaden haben oft nicht die Unternehmen, sondern die einfachen Kunden* und Mitarbeiter*, deren Daten keinerlei Schutz mehr unterliegen. Auch hier hat Snowden, wenn nicht die Gefahr für die persönlichen Daten, doch mindestens die Angst erhöht.
  6. Wasch mich aber mach mich nicht nass
    Die in den Medien auftretenden gewählten Politiker* scheinen überwiegend klare Prioritäten zu haben. Dazu zählt z.B. die Beschäftigung mit der tagesaktuellen Medienberichterstattung und der Grundsatz „lieber ein gerettetes Leben in millionenfacher Gefangenschaft als ein Toter* in millionenfacher Freiheit“. Wenn also etwas ungewöhnliches passiert, das zu plötzlichen Toten* führt über das sich gut in Bildern berichten lässt (anders als etwas, das quasi täglich passiert, oder etwas, das keine guten Bilder hergibt) muss Aktionismus gezeigt werden. Da ein solches Ereignis zusätzlich die eigenen Handlungen und Beschlüsse in Frage stellen kann, gilt es diese bereits vorher möglichst aufwändig zu vermeiden. Deswegen ist natürlich mit höherer Priorität alles in der Macht stehende gegen Terroranschläge zu unternehmen als für die (abstrakte) freiheitlich demokratische Grundordnung. Und genau dies wird von der Mehrheit der Bevölkerung bei entsprechender Berichterstattung auch gefordert. Gerade im Internet (aber leider auch in der Medienberichterstattung) ist gut zu erleben, wie z.B. die Unschuldsvermutung noch lange nicht bei der Mehrheit als wichtiges Prinzip verinnerlicht ist, ganz zu schweigen von der Menschenwürde.
    Kurz: Nach einem Terroranschlag bzw. -versuch wird in den Medien gefordert, diese in Zukunft frühzeitiger vermeiden zu können. Ist hingegen ein „NSA-Skandal“ in den Medien, wird gefordert, etwas gegen die Überwachung zu tun. Dabei müsste eigentlich die grundsätzliche Unvereinbarkeit von Freiheit und Sicherheit thematisiert und ausdifferenziert werden. Ein Mehr am Einen bedeutet eben auch immer ein Weniger am Anderen. Mit diesem Zwiespalt muss jeder Mensch genauso leben, wie mit der Gewissheit, dass es 100%ige Sicherheit niemals geben kann. Wer kann es „den Amerikanern“ verdenken, dass sie diese Problematik versuchen, zu ihren Gunsten ins Ausland zu verlagern? Vor allem, wenn in Deutschland nur ein einziger Fall eines Deutschen bekannt zu sein scheint, der tatsächlich unter US-Geheimdiensten gelitten hat (unbemerkte Überwachung zähle ich nicht als „Leiden“ s.o.).
  7. Es gibt kein politisches Patentrezept
    Ein Politiker* muss viele Entscheidungen treffen, die immer auch Schwierigkeiten mit sich bringen können oder eben unangenehme (wenn nicht sogar tödliche) Nebeneffekte haben können. Wer möchte sich vorwerfen lassen, dass er mit seiner Stimme gegen die Überwachung dafür gesorgt hat, dass bei einem Terroranschlag „unschuldige Frauen und Kinder“ zu Tode kamen? Dass er nicht alles unternommen hat, um dies zu verhindern? Wer hätte ernsthaft die Kraft, bewusst den (wenn auch nur etwas wahrscheinlicheren) Tod von „Zivilisten“ in Kauf zu nehmen, „nur“ um „Freiheit“ und „Rechtsstaatlichkeit“ zu stärken? Was ist weniger schlimm? Lieber mit der Angst vor Terroristen* leben, als mit der Angst vor staatlicher Überwachung? Oder stellt sich die Frage so nicht, weil nur die Politiker* Angst vor Terroristen* (und der Verantwortung für die Anschläge) haben müssen? Die Demonstrierenden mit den Schildern „Freiheit statt Angst“ haben sich entschieden, aber deren Entscheidung hat auch keinen direkten Einfluss auf ihre Verantwortung. Würden sie die Verantwortung für mögliche Tote* durch Terror (die man hypothetisch verhindern hätte können) übernehmen? Aber wie hypothetisch ist es eigentlich? Sind Terroristen* durch die Überwachung überhaupt zu stoppen? Nutzen diese überwachte Medien überhaupt unverschlüsselt? Haben Politiker* vielleicht gar nicht Angst vor möglichen Anschlägen, sondern nur die Angst vor dem politischen Gegner*, der ihnen Untätigkeit oder gar Schuld vorwerfen würde?
  8. Geht es um Macht und Geld statt um Terrorismus?
    Ich persönlich entscheide mich in der NSA-Diskussion aus all diesen Betrachtungen grundsätzlich für „Contra Medienhype -> Contra Snowden -> Pro NSA“ und doch bleibt ein bitterer Beigeschmack – aus einem anderen Grund. Bei der ganzen Berichterstattung scheint immer mal wieder durch, dass es eben leider nicht „nur“ um Terrorismus oder ähnlich entsetzliche Straftaten geht, sondern auch darum, allgemeine Vorteile für sein Land zu erringen (was automatisch zu Nachteilen für ein anderes Land führt). Bundespräsident Köhler hat 2010 deutlich gemacht: „Meine Einschätzung ist aber, dass insgesamt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen.“ D.h. hier wurden bewusst wirtschaftliche Interessen noch über Menschenleben gestellt (und Köhler trat deswegen mit einer hervorragenden finanziellen Versorgung von seinem Amt zurück). Zu glauben, dass die wesentlich weniger gewalttätigen Auslandsgeheimdienste nicht auch wirtschaftliche Interessen verfolgen, ist damit wahrscheinlich ähnlich naiv, wie zu glauben, dass Daten im Internet sicher sind.
    Kurz: Entweder hat Angela Merkel mit Terroristen* zu tun oder bei der Arbeit der NSA geht es nicht (nur?) um Terroristen*. Ob allerdings so viel für die Überwachung spricht, wenn vorwiegend wirtschaftliche Interessen und politische Taktik dahinter stecken, wäre eine weitere Frage, die gesamtgesellschaftlich zu beantworten wäre.

P.S. Ich glaube, dass weit mehr reale Gefahr durch naive Smartphone-Nutzer*, unsichere Computersysteme bei Privatleuten, Internetknoten und Datensammlern wie facebook, Microsoft und geschäftlichen Seiten wie ebay ausgeht, als von einer gut arbeitenden NSA.
Und ich bin fest davon überzeugt, dass sich die Menschen möglichst frei und sicher fühlen sollen, unabhängig wie die Situation von Außen betrachtet erscheint. Snowden und die Medien haben da wahrscheinlich bereits jetzt schon weit mehr Schaden angerichtet, als sie sich vorstellen.

 

* aller Geschlechter

Advertisements

Das Desktop Wunder Teil 2 – Xubuntu-Linux verfeinern

Eines der Hauptprobleme an Linux sind die vielen Möglichkeiten …

Während es unter anderen Betriebssystemen eher schwierig ist, freie Software zu finden, die eine spezielle Aufgabe zu lösen vermag, ist unter Linux eher die Schwierigkeit, sich entscheiden zu müssen, wie diese Aufgabe gelöst werden soll. Für Einsteiger, die eine schnelle Orientierung haben wollen, möchte ich eine kleine Liste vorstellen, wie ich meine Linux/Xubuntu-Installation verfeinert habe.

Meine bevorzugte Software ist zum großen Teil bereits in der Anfangsinstallation vorhanden. Darunter fällt neben GIMP und Thunderbird auch Firefox. Bei letzterem fehlen mir nur ein paar Plugins (wie NoScriptmit diesen Einstellungen – und für eine kleine zusätzliche Anonymisierung: User Agent Switcher). Daneben nutze ich – allerdings nur für videophonie oder gmail/google+/gtalk/google hangout/voice (=Skype-Ersatz), also als eine Art Google-Desktop-App – Chromium (Chrome) mit speziellen Javascript und Datenschutzeinstellungen. (Sollte die webcam nicht funktionieren / nicht erkannt werden, hilft evtl. der gleiche Trick wie bei jitsi – s.u. – „LD_PRELOAD=/usr/lib/i386-linux-gnu/libv4l/v4l2convert.so chromium-browser“)
Über das Software-Center oder entsprechende Internetseiten ergänzte ich:

  • LibreOffice (bzw. OpenOffice) für die ganzen Office Sachen die ich so bekomme (z.B. Word-Dokumente und Excel-Dateien) aber z.B. auch um PDFs zu bearbeiten oder mal schnell alte dBASE-Datenbanken anzuschauen oder …
  • AutoKey ist eine sehr praktische Tipp-Unterstützung viel benutzter Floskeln
  • VLC Media Player als möglichst-alles-Medienabspieler
  • Mittlerweile nutze ich als speziellen mp3-Player meistens Clementine, das aber leider die Albumcover nicht direkt in den Dateien ersetzt, sondern als zusätzliche Dateien im .config abspeichert.
    (Ansonsten: Guayadeque mit einer übersichtlichen Bibliothek, schnellen Suche und netter Crossfading-Funktion, die allerdings die letzten ca. 3 Sekunden des Liedes abschneidet. Über ein paar Skriptdateien ist es auch über meine Multimedia-Tastatur zu steuern…)
  • puddletag und MusicBrainz Picard bewähren sich immer mehr als mp3-tagger inklusive erster Albumart/Cover-Abfrage und
  • XCFA mit den entsprechenden Zusatzmodulen als CD-ripper
  • Stellarium als Planetarium / Astronomie-Programm (mit babylonischer Sternkarte ;-)
  • Tuxguitar mit fluidsynth / fluid-soundfont um weiter Mandoline / Gitarre / Bass lernen bzw. mitspielen zu können (und MIDI sowie diverse Gitarren-Dateien wie z.B. PowerTab und GuitarPro nutzen zu können)
  • DeVeDe um DVD-isos zu erzeugen
  • HandBrake (hier) um (z.B. automatisiert mehrere) Videos zu wandeln um sie leichter vom USB-Stick am Fernseher anschauen zu können
  • BlueGriffon (hier) um auf die schnelle (WYSIWYG-mäßig) kleine Fehler in HTML-Seiten zu ändern
  • FreeMind (oder die Weiterentwicklung FreePlane) – das Mindmap-Programm das mich schon seit Jahren begleitet,
  • genauso wie Zettelkasten (hier) um weitere kurze Gedanken zu sammeln
  • Als letztes habe ich den Orage-Kalender mit einem Skript, das automatisch beim einloggen gestartet wird, um meine Google-Kalender erweitert (wget -nH -rK https://googlecalendarurl -O /Ziel/Verzeichnis/DateiName.ics) und zusätzlich mit meinen Geburtstagen und Terminen aus LibreOffice/OpenOffice-Calc durch ein (erweitertes altes Makro von Uwe) per Calc/ods bzw. iCalendar/ical/ics-Datei gefüttert.

Darüber hinaus gefällt mir gThumb etwas besser als Ristretto als Bildbetrachter (bzw. als auch-mal-schnell-etwas-Änderer ;-), aber auch da gibt es ja noch weitere Möglichkeiten… (Wer in wine ein zu hohes Sicherheitsrisiko sieht und eine (closed source)-IrfanView-Alternative sucht, kann es mal mit dem heruntergeladenen debian-Paket von XnViewMP (hier) versuchen.)

  • Jitsi (hier) gefällt mir mit seiner Verschlüsselung und OTR-Funktion als weitere Skype-Alternative (statt der Chromium-Hangout Variante s.o.) recht gut. Die meisten Kameras lassen sich unter Linux wohl verwenden, wenn das Programm mit „LD_PRELOAD=/usr/lib/i386-linux-gnu/libv4l/v4l2convert.so jitsi“ bzw. über diese Datei neu gestartet wird. (Bei mir hat es mit einer LogiLink- und einer MS-Tech-webcam in jitsi 2.5.5065 funktioniert.)
  • Der bereits enthaltene Dateimanager Thunar mit seiner Möglichkeit der „Benutzerdefinierten Aktionen“ ist für mich einer der angenehmsten Xubuntu-Vorteile. Nur seine „alphabetische“ Sortierung passt nicht mit meiner Dateiorganisation zusammen. Bei mir haben die Dateien aus den verschiedenen Digitalkameras (und zu verschiedenen Zwecken, wie z.B. Monatsübersichten)  unterschiedlich lange Datumsangaben am Anfang des Dateinamens. Da diese allerdings als Zahlen statt als Ziffern interpretiert werden, ist meine ehemalige Sortierung dahin. Abhilfe schaffte dieses Skript, dass auf einen Rutsch alle Dateien mit beginnenden Ziffern auf 14 Stellen angleicht. (Innerhalb von XnViewMP lässt sich die Sortierung auch ohne Umbenennung umstellen.)

Insgesamt bin ich unglaublich zufrieden mit meiner jetzigen Xubuntu-Konfiguration. Allein die relativ einfachen und vielfältigen Möglichkeiten, die ein oder andere Sache noch etwas mehr nach meinen Wünschen erledigen zu können, bringen mir große Freude…

P.S. Evtl. teste ich eines Tages noch wine für alte Windows-Software wie IrfanView, aber zur Zeit erscheint mir das noch als unnötiges Sicherheitsrisiko, besonders bei den Alternativen (s.o.) …

(Für alle, denen ihr Windows mittlerweile zu langsam geworden ist, vorab ein Hinweis: Mein frisch gestartetes Xubuntu, mit zwei laufenden alten Windows-Programmen (als Beispiel PopTray und IrfanView) unter wine, belegt insgesamt nur ca. 0,19 GB RAM (in Worten: „Einhundertneunzig eMByte“ ;-) ). Auf der Festplatte belegt das System mit wine und allen oben erwähnten (und ein paar zusätzlichen) Programmen und Einstellungen nur ca. 5,5 GB…)

< Letztes Update mit Ergänzungen: 20141010 >